{"id":21,"date":"2013-09-02T10:49:19","date_gmt":"2013-09-02T08:49:19","guid":{"rendered":"http:\/\/menzendorff.de\/?p=21"},"modified":"2019-04-21T12:27:02","modified_gmt":"2019-04-21T10:27:02","slug":"2007-poitou-charentes","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/menzendorff.de\/?p=21","title":{"rendered":"2007 Poitou-Charentes"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><span style=\"font-size: xx-large;\">Poitou-Charentes, Atlantikk\u00fcste<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Zwischenstation: nochmal Burgund:<\/span><\/p>\n<p align=\"left\">Wie angek\u00fcndigt, bereisten wir im August 2007 die Region Poitou-Charentes, um dort die \u00dcberf\u00fclle existierender &#8222;Zeitzeugen in Stein&#8220; zu besichtigen und eventuell Gr\u00fcnde f\u00fcr die enorme Dichte der Niederlassungen dort zu finden. Auf dem Weg dahin machten wir noch eine Zwischenstation im Burgund, weil aus der Region noch zwei bedeutende Bauwerke der Templer nachzureichen waren. Im Departement 58 Ni\u00e8vre , in der N\u00e4he der Stadt Cosne-Cours-sur-Loire, in der bekannten Weingegend des Sancerre, befinden sich die beeindruckenden \u00dcberrreste einer gro\u00dfen Templerkomturei namens\u00a0<b>Villemoison<\/b>.<\/p>\n<p align=\"left\">Das Gel\u00e4nde befindet sich &#8211; au\u00dferhalb der Gemeinde &#8211; in Privatbesitz. Weil wir das riesige schmiedeeiserne Tor ge\u00f6ffnet vorfanden, \u00fcbersahen wir das Schild, dass Besuche nur nach vorheriger Ank\u00fcndigung durch das Touristenb\u00fcro erw\u00fcnscht sind. Die Anlage war sehr gepflegt, aber kein Auto verriet die Anwesenheit von Bewohnern. Die Kapelle ist kurios. Asymmetrisch, auch innen. Vermutlich wurde sie einst unter Erhaltung der linken Wand nach rechts verbreitert.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Vmoison.jpg\" alt=\"\" width=\"645\" height=\"484\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><i>commanderie de<\/i>\u00a0<b>Villemoison<\/b>, 58 Ni\u00e8vre, Bourgogne<\/p>\n<p align=\"left\">Die Kapelle ist ersichtlich aus dem 12. Jahrhundert, offenbar weitgehend im Originalzustand. Die\u00a0<i>logis\u00a0<\/i>des Commandeurs im Hintergrund stammt in dieser Form aus der Zeit der Rechtsnachfolger, des Johanniter- oder sp\u00e4ter Malteserordens. Man kann aber im Mauerwerk des Erdgeschosses teilweise noch T\u00fcr- und Fensterst\u00fcrze aus der Templerzeit erkennen. Ausserdem zeigt die Anlage den ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Forellenteich, ohne den das Leben f\u00fcr einen Templer offenbar nun einmal nicht lebenswert war.<\/p>\n<p align=\"left\">Sonntags morgens war es, kein Mensch weit und breit &#8211; dachten wir zun\u00e4chst! &#8211; als wir uns anschickten, die Kapelle innen zu inspizieren:<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Vmoisinnen.jpg\" alt=\"\" width=\"645\" height=\"484\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Originalfresko aus der Templerzeit<\/p>\n<p align=\"left\">Wir wir die Innenbemalung bestaunten, gab es drau\u00dfen pl\u00f6tzlich Ger\u00e4usche. Wir hatten die Eigent\u00fcmerin offenbar erschreckt und sie schien irritiert, weil keine Besuchszeit war. Sie nahm verwundert zur Kenntnis, dass ihre T\u00fcr offengestanden haben soll. Aber als wir ihr sagten, wir h\u00e4tten eine Anfahrt von ca.\u00a0 700 Kilometer auf uns genommen, um das hier zu sehen, schien sie bes\u00e4nftigt &#8211; sogar etwas stolz &#8211; zu sein. Wie man denn in Deutschland auf ihren Besitz aufmerksam gemacht w\u00fcrde? Ich erz\u00e4hlte, dass ich meine freie Zeit mit der Lekt\u00fcre der &#8211; \u00fcberwiegend franz\u00f6sischen &#8211; Templerliteratur verbringen w\u00fcrde und wir durften uns dann \u00fcberall umsehen und wurden freundlich &#8211; auf Deutsch &#8211; verabschiedet.<\/p>\n<p align=\"left\">Einige Kilometer weiter s\u00fcdlich, in der N\u00e4he der Stadt Nevers, sollte noch eine gut erhaltene Commanderie namens\u00a0<b>Feuilloux<\/b>\u00a0zu finden sein.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Feuil2.jpg\" alt=\"\" width=\"645\" height=\"484\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<i>commanderie de<\/i>\u00a0<b>Feuilloux<\/b>,\u00a0Les Loges-Feuilloux, 58 Ni\u00e8vre, Bourgogne<\/p>\n<p align=\"left\">Der Turm der\u00a0<i>logis de commandeur\u00a0<\/i>k\u00f6nnte evtl. auch noch aus der Templerzeit stammen. Im \u00fcbrigen befindet sich die Anlage heute &#8211; wie viele Templeranwesen in Frankreich &#8211; in Privatbesitz und ist als gro\u00dfz\u00fcgige Wohnung hergerichtet :<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Feuil1.jpg\" alt=\"\" width=\"645\" height=\"484\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Detailansicht der Kapelle von Osten)<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Feuil3.jpg\" alt=\"\" width=\"645\" height=\"484\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Westseite:\u00a0 T\u00fcrsturz mit Templersymbol und Inschrift)<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-size: x-large;\">..weiter vom Burgund an die K\u00fcste..<\/span><\/p>\n<p align=\"left\">Am Nachmittag dieses Tages trafen wir dann\u00a0 am Ziel unserer Urlaubsreise ein. Ein \u00d6rtchen in der N\u00e4he der Stadt Saintes, die dem Umgebung ihren historischen Namen verlieh:\u00a0 la Saintonge. Die Saintonge und das benachbarte Angumois (Gegend um die Stadt Angoul\u00eame) zeigen sehr dichte Pr\u00e4senz der Templer. Die erste \u00dcberraschung bei der Einzeichnung der Orte:<\/p>\n<p align=\"left\">Sie scheinen absolut nicht entlang der beiden Haupt-Pilgerstrecken\u00a0<i>via turonensis\u00a0<\/i>(aus Paris) und\u00a0<i>via limovicensis<\/i>\u00a0(aus Vezelay, Burgund) entlang aufgereiht zu sein, sondern eher quer. Man erkennt auf dem ersten Blick sogar geradezu eine Querverbindung zwischen den beiden eher Nord-S\u00fcd liegenden Hauptstrecken in Ost-Westrichtung. Sie liegen offensichtlich an der Strecke St. Jean-d&#8217;Ang\u00e9ly &#8211; Limoges. Wir beschreiten diese Linie von Saintes aus nach Osten und stossen dabei auf folgende noch sichtbaren Zeichen der Templerpr\u00e4senz:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Beauv.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Beauvais-sur-Matha<\/b>, 17 Charente-Maritime, Poitou-Charentes<\/p>\n<p align=\"left\">Das Portal rechts stammt von den Templern. Der Turm kam erst viel sp\u00e4ter dazu. Aus der Templerkapelle wurde die Pfarreikirche, noch heute benutzt.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Fouq.JPG\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Fouqueure,<\/b>\u00a016 Charente, Poitou-Charentes<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-size: small;\">Foto: Reinhold Denich<\/span><\/p>\n<p align=\"left\">Das Portal und die Glockenarkaden (<i>cloche-mur)\u00a0<\/i>stammen im wesentlichen aus der Templerzeit. Das Geb\u00e4ude mu\u00dfte h\u00e4ufig instandgesetzt werden und wurde dabei dem Zeitgeschmack entsprechend ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Coul.jpg\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"666\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Coulonge<\/b>s, 16 Charente, Poitou-Charentes<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Coulo.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Coulonges<\/b>, Innenansicht: Drei Fenster, wie gewohnt<\/p>\n<p align=\"left\">Die n\u00e4chste Etappe erwies sich wieder mehr als spannend. Schlecht zu finden, ausserhalb des n\u00e4chsten Ortes, am Waldrand. Die Ruine der Commanderie\u00a0<b>Maine-de-Boixe<\/b>. Keine Menschenseele weit und breit. Selbst an einem sonnigen Tag k\u00f6nnte einen ein etwas mulmiges Gef\u00fchl beschleichen..<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Boix1.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Die Chorfassade von Osten. Drei Fenster.)<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Boix2.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Der Eingang vom Commanderiehof in die Kapelle)<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Boix3.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Kapelle: Innenansicht. Blick in den Chor. Alles zugewachsen. Ein wahrer Dornr\u00f6schemschlaf.)<\/p>\n<p align=\"center\"><b>Maine-de-Boixe<\/b>, 16 Charente, Poitou-Charentes<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/GrdMad.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">le\u00a0<b>Grand-Madieu<\/b>, 16 Charente, Poitou-Charentes<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/GrdMd.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Detail im Innenraum der Kapelle. Ein Kopfidol, Grimasse schneidend. Bedeutung unklar. Ich tippe, wie oft, auf eine Darstellung des abgeschlagenen Hauptes Johannes des T\u00e4ufers. Die Kapelle ist ihm geweiht.)<\/p>\n<p align=\"center\"><i>chapelle\u00a0<\/i>St. Jean-Baptiste, le\u00a0<b>Grand-Madieu<\/b>, 16 Charente, Poitou-Charentes<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/PtMad.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">le\u00a0<b>Petit-Madieu<\/b>, Roumazi\u00e8res-Loubert, 16 Charente, Poitou-Charentes<\/p>\n<p align=\"left\">Die soeben gezeigten Orte liegen alle &#8211; dicht an dicht &#8211; an einer offenbar alten Strasse von St. Jean-d&#8216; Ang\u00e9ly nach Limoges. Diese Strasse verbindet den\u00a0<i>via turonensis<\/i>, der von Paris \u00fcber Tours und\u00a0 Poitiers in die untersuchte Region eintritt und bei St. Jean-d&#8216; Ang\u00e9ly die soeben entdeckte Querstrecke schneidet, mit dem\u00a0<i>via limovicensis,\u00a0<\/i>der\u00a0 &#8211; vom Burgund aus kommend &#8211; \u00fcber Limoges nach Perigueux weiterf\u00fchrt. Denkt man sich diese Querstrecke nach Westen \u00fcber St. Jean d&#8217;Ang\u00e9ly hinaus weiter, landet sie in\u00a0<b>La Rochelle,\u00a0<\/b>dem \u00fcberaus wichtigen Hafen der Templer. Das Portal der Templer zum Atlantik.<\/p>\n<p align=\"left\">Damit scheine ich einen Baustein f\u00fcr die Hypothese des umstrittenen Historikers Louis Charpentier gefunden zu haben. Dieser Autor vertritt in seinem Buch\u00a0<i>les myst\u00e9res templiers\u00a0<\/i>(Robert Laffont, Paris 1967) eine Theorie, dass die Templer von La Rochelle aus f\u00e4cherf\u00f6rmig mindestens 6 Fernstrassen durch ganz Frankreich entweder neu angelegt oder aber instandgesetzt haben, von denen man jeweils in die \u00e4u\u00dfersten Spitzen des Landes gelangen konnte: in die Bretagne, die Normandie, die Ardennen, nach Lothringen, an den Genfer See und in die Provence. Leider ist dieser Autor h\u00e4ufig unpr\u00e4zise und vision\u00e4r, so dass die Fachwelt ihm mit gro\u00dfer Vorsicht begegnet. Nun, die soeben gefundene Strecke ist jedenfalls ein Teilst\u00fcck einer der von ihm beschriebenen Fernstrecken und es bedarf noch weiterer Untersuchungen, ob sie tats\u00e4chlich nach Osten verl\u00e4ngert von Templer-Stationen bewacht wurde. Das beschriebene Teilst\u00fcck jedenfalls ist wieder einmal wie eine Perlenkette sehr dicht besetzt:<\/p>\n<p align=\"left\">St. Jean-d&#8217;Ang\u00e9ly, Beauvais-sur-Matha, Fouquere, Maine-de-Boixe, le Grand-Madieu und le Petit-Madieu. Alles nur ca. 10-15 Km auseinander. Danach tritt die Strasse aber hin\u00fcber ins benachbarte Limousin und landet dort schlie\u00dflich in Limoges. Die noch vorhandene L\u00fccke etwaiger Streckenstationen der Templer im Limousin mu\u00df ich sp\u00e4ter einmal schlie\u00dfen.<\/p>\n<p align=\"left\">Eine Vision Charpentiers, die Templer h\u00e4tten von La Rochelle aus schon Amerika bereist und auf diese Weise Silber ins Land gebracht\u00a0 (was dann &#8211; so Charpentier weiter &#8211; auf diesen Strassen schnell und sicher in jede Ecke des Templerimperiums verbracht werden konnte), wird nur von wenigen anderen Autoren geteilt. Die herrschende Meinung unter den namhaften Historikern lehnt solche Ideen ab oder findet sie keiner Erw\u00e4hnung wert. Weil sie derzeit nicht zu beweisen ist.<\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-size: large;\">Die S\u00fcdoststrecke von Cognac ins Perigord:<\/span><\/p>\n<p align=\"left\">Eine zweite dieser Fernstrecken Charpentiers deutet sich ebenfalls an. Von La Rochelle f\u00fchrt eine weitere Strecke s\u00fcd\u00f6stlich durch Saintes und Cognac nach Angoul\u00eame. In Cognac &#8211; des Standortes s\u00e4mtlicher hoch- und h\u00f6chstrangiger Hersteller des edlen Getr\u00e4nkes (die Gegend spielte auch schon zur Templerzeit bei der Weinerzeugung eine wichtige Rolle!) &#8211; zweigt diese Strasse nach S\u00fcden ab , in Richtung Perigord. Unmittelbar s\u00fcdlich von Cognac befindet sich ein Ort, der scheinbar damals wie heute eine wichtige milit\u00e4rische Aufgabe zu erf\u00fcllen hatte. Damals Ritterst\u00fctzpunkt. Heute Milit\u00e4rflughafen.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Chateaubern.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Chateaubernard<\/b>, 16 Charente<\/p>\n<p align=\"left\">Die n\u00e4chste Station sollte durch eine Templerkapelle in der Gemeinde Salles\u00a0 d&#8216; Angles, 7 km weiter s\u00fcdlich von Chateaubernard markiert sein..<\/p>\n<p align=\"left\">Wir fanden dort nur eine Pfarreikirche, zwar auch aus dem 12 Jahrhundert, aber eben viel zu gro\u00df f\u00fcr eine Templerkapelle. Was wir nicht wu\u00dften: Die Gemeinde Salles d&#8216; Angles teilt sich in zwei Ortsteile ein, der Ortsteil\u00a0<b>Angles<\/b>\u00a0selbst ist noch 3 Km weiter s\u00fcdlich auf einer Insel des Fl\u00fcsschens\u00a0 N\u00e9 und die Templerkapelle befindet sich dort:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Angles.JPG\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"666\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Angles<\/b>, Commune de Salles d&#8217;Angles, 16 Charente<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-size: small;\">Da mu\u00dften wir noch jemand sehr speziellen hinbitten, der diese Position kl\u00e4ren mu\u00dfte:<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-size: small;\">Foto: Reinhold Denich, unser &#8222;special agent&#8220;, Templerdetektiv vor Ort<\/span><\/p>\n<p align=\"left\">Im Eiltempo &#8211; und angemessen nerv\u00f6s &#8211; n\u00e4hern wir uns &#8211; \u00fcber Barbezieux (angeblich auch einer Templerst\u00e4tte, wohl keine Reste sichtbar) &#8211; weiter in s\u00fcd\u00f6stlicher Richtung dem absoluten Highlight der Atlantikreise: DER einzigartigen, weltber\u00fchmten und unvergleichlichen Templerkapelle von<b>Cressac<\/b>. \u00c4u\u00dferlich durchaus nichts besonderes, gleiche Gr\u00f6sse, rechteckige Form, romanische T\u00fcr im Westen, ein schmales Fenster dar\u00fcber und nat\u00fcrlich gef\u00e4lligst drei Fenster nach Osten:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charen001.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"461\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<i>chapelle des Templiers de\u00a0<\/i><b>Cressac<\/b><i>,\u00a0<\/i>Cressac-St. Genis, 16 Charente<\/p>\n<p align=\"left\">Wegen ihrer Aussanansicht ist diese Kapelle auch nicht weltber\u00fchmt geworden. Das liegt vielmehr an den aufw\u00e4ndigen Original-Fresken im Innenraum, die gr\u00f6\u00dftenteils durch aufw\u00e4ndige Massnahmen von der Landesarch\u00e4ologie, der hier im Namen aller tiefsten Dank auszusprechen ist, erfolgreich vor dem Verfall bewahrt wurde. Es handelt sich hier um die einzigen heute noch brauchbaren bildhaften Darstellungen der Tempelritter sowie ihrer Zeitgenossen, anhand derer man Uniformen und Trachten der Zeit heute noch -wohl zuverl\u00e4ssig &#8211; studiert. Weil sie so einzigartig und gut erhalten sind, m\u00f6chte ich gerne die Bilder weitgehend f\u00fcr sich selbst sprechen lassen:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charent015.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"395\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Tempelritter r\u00fccken aus einer befestigten Stadt aus. Mit Nasenhelm, dreieckigem Schild und Lanze.)<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charente029.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"461\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Die zur\u00fcckgelassenen Frauen der Stadt schauen hoffend, nerv\u00f6s, best\u00fcrzt und ver\u00e4ngstigt, was da wohl kommen m\u00f6chte&#8230; )<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charente030.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"461\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Die armen Ritter der\u00a0<i>militia christi\u00a0<\/i>teilten sich angeblich immer zu zweit ein Pferd. In Wahrheit dient diese Darstellung aber nur der Verdeutlichung der pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnislosigkeit. Es gibt heute noch eine Speise in Deutschland, die &#8222;arme Ritter&#8220; genannt wird.)<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charente017.jpg\" alt=\"\" width=\"637\" height=\"398\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Merke: Den muselm\u00e4nnischen B\u00f6sewicht erkenne man am RUNDEN Schild. \u00e4hem, und &#8230;. ah err &#8230; an der Hautfarbe. Die Guten sind\u00a0 &#8211; emmm&#8230; wei\u00df und die b\u00f6sen Muselm\u00e4nner haben nat\u00fcrlich dunkle Gesichtsfarbe. Das ist wahrhaft ein Vorl\u00e4ufer heutiger comics, Schwarzwei\u00dfmalerei. Kommt einem sehr bekannt vor. Nasenhelme haben sie auch, die &#8222;R\u00e4uber des Grabes Jesu.&#8220;<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charente021.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"461\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charente018.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"461\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Der hl. Michael wiegt den &#8222;Wert&#8220; einer Seele)<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charente022.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"461\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Drei Fenster, wie erwartet.)<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charente019.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"461\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(geheimnisvolles Templersymbol)<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Charente020.jpg\" alt=\"\" width=\"614\" height=\"461\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Auf das kommen wir noch zur\u00fcck.)<\/p>\n<p align=\"left\">Was gibt es noch in Saintonge, Angumois? Zwischen Poitiers und Angoul\u00eame gab es damals offenbar auch eine strikt nord-s\u00fcdlich verlaufende Direktverbindung (die heutige N 10), die &#8222;unsere&#8220; oben bewiesene Querstrecke St. Jean-d&#8216; And\u00e9ly &#8211; Limoges (die heutige D 739) bei Mansle rechtwinklig kreuzt. Im hier interessierenden Gebiet wird\u00a0 die Teilstrecke durch folgende jeweils ca. 10 &#8211; 20 Km auseinanderliegende Templerpl\u00e4tze beflankt:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Villegats.JPG\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><i>commanderie de\u00a0<\/i><b>Villegats,\u00a0<\/b>16 Charente\u00a0\u00a0<span style=\"font-size: small;\">Foto Reinhold Denich<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Maine.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Maine-de-Boixe\u00a0<\/b><span style=\"font-size: small;\">(das hatten wir schon)<\/span><\/p>\n<p align=\"left\">und schlie\u00dflich der von mir \u00fcbersehenen Templerkapelle in der Gemeinde Yvrac-et-Malleyrand, die sich leider auch in zwei Ortsteile gliedert. Und ich war wieder im falschen Ortsteil, n\u00e4mlich in Yvrac-et-Malleyrand. Dort gibt es wiederum nur eine Pfarreikirche aus dem 12 Jahrhundert, aber eben keine Templerkapelle. Die Kapelle liegt in Wahrheit im s\u00fcdlichen Ortsteil\u00a0<b>Malleyrand<\/b>. Wieder war ein Einsatz unserer Templerdetektives vor Ort veranlasst:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Malleyrand.JPG\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"666\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><i>chapelle de\u00a0<\/i><b>Malleyrand<\/b><i>,\u00a0<\/i>commune de Yvrac-et-Malleyrand, 16 Charente<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<span style=\"font-size: small;\">Foto: Reinhold Denich<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Malleyrand2.JPG\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"499\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\"><b>Malleyrand<\/b>, Nordostecke, drei Fenster am Chor. \u00a0<span style=\"font-size: small;\">Foto: Reinhold Denich<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Malleyrand3.JPG\" alt=\"\" width=\"499\" height=\"530\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Malleyrand. Detail am Portal. Katzenkopf\u00a0<span style=\"font-size: small;\">\u00a0Foto: Reinhold Denich)<\/span><\/p>\n<p align=\"center\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Poitou-Charentes, Atlantikk\u00fcste Zwischenstation: nochmal Burgund: Wie angek\u00fcndigt, bereisten wir im August 2007 die Region Poitou-Charentes, um dort die \u00dcberf\u00fclle existierender &#8222;Zeitzeugen in Stein&#8220; zu besichtigen und eventuell Gr\u00fcnde f\u00fcr die enorme Dichte der Niederlassungen dort zu finden. 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