{"id":9,"date":"2013-09-02T10:26:38","date_gmt":"2013-09-02T08:26:38","guid":{"rendered":"http:\/\/menzendorff.de\/?p=9"},"modified":"2019-04-21T11:29:30","modified_gmt":"2019-04-21T09:29:30","slug":"2006-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/menzendorff.de\/?p=9","title":{"rendered":"2006 Deutschland"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><span style=\"font-size: xx-large;\">Einige ausgew\u00e4hlte Anwesen der<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-size: xx-large;\">Tempelritter in Deutschland<\/span><\/p>\n<p align=\"left\">Die Tempelritter waren in Frankreich weit verbreitet, aber nicht darauf beschr\u00e4nkt.\u00a0 Vor allem in den spanischen K\u00f6nigreichen, in Portugal, auf der italienischen Halbinsel und in England fa\u00dfte die Truppe nach und nach Fu\u00df. \u00dcber Lothringen, Burgund, Luxembourg und Elsa\u00df, was damals alles noch zum sog. Heiligen R\u00f6mischen Reich Deutscher Nation geh\u00f6rte, verbreiteten sie sich im Laufe der Zeit auch in Deutschland, hier allerdings nur sp\u00e4rlich.<\/p>\n<p align=\"left\">Auch hier ist die Spurensuche nicht immer leicht. Historiker machen unterschiedliche, z. T. widerspr\u00fcchliche Angaben. Wirklich gesicherte Spuren gibt es in Roth an der Our,\u00a0 in Bad Breisig und in der N\u00e4he von Bad Kreuznach. Der &#8222;Hof Iben&#8220; war eine Templerkomturei mit ausgedehnter Landwirtschaft. Der Hof war damals mit einem wassergef\u00fcllten Graben umgeben. Das meiste ist nicht mehr vorhanden.<\/p>\n<p align=\"left\">Nur noch der Chor der ehemalige Templerkirche ist \u00fcbriggeblieben und findet sich in mitten von Stallungen, Wirtschafts- und Wohngeb\u00e4uden eines noch immer bewirtschafteten Bauernhofes:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Hof%20Iben%20039.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Auch dadurch, dass das Langhaus der Kirche komplett fehlt, sieht das Geb\u00e4ude irgendwie merkw\u00fcrdig aus.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Hof%20Iben%20004.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Drinnen eine etwas beklemmende Atmosph\u00e4re. W\u00e4hrend man sich fragt, warum sich ein Unbehagen einschleichen k\u00f6nnte, f\u00e4llt der Blick auch mal an die Decke. Na ja, nickt man, so ein Osterlamm halt, auf dem Schlu\u00dfstein. So was gibt es doch oft, nicht?<\/p>\n<p align=\"left\">Na, man sehe mal genau hin. Das hier sieht aus, als h\u00e4tte man ihm die Beine gebrochen und den Hals zum Himmel hoch herumgedreht. Ganz und gar unnat\u00fcrlich verrenkt. Das rechte Vorderbein ist \u00fcber das linke gekreuzt.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Hof%20Iben%20016.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Die Darstellung erinnert an die Templerkapelle in Laon. Dort gibt es ebenfalls im Schlu\u00dfstein dieses Agnus Dei Symbol. Der Spruch aus der Bibel dazu lautet:<\/p>\n<p align=\"center\"><i>agnus dei, qui tollit peccata mundi misere nobis<\/i><\/p>\n<p align=\"center\">\u00dcbersetzung: &#8222;Lamm Gottes, das die S\u00fcnden der Welt auf sich nimmt, erbarme dich unser<\/p>\n<p align=\"left\">Nach Ansicht vieler Forscher ist dieses Agnus Dei Symbol ein bevorzugtes Motiv der Templer gewesen. Sie h\u00e4tten diesem Symbol besondere Verehrung entgegengebracht. Die Komturei von London hielt sich das Zeichen als Wappen und ein recht bekannter Pr\u00e4ceptor der Provence, Roncelin de Fos hatte das Symbol als pers\u00f6nliches Siegel.<\/p>\n<p align=\"left\">Es wurde oft ger\u00e4tselt, ob es dem franz\u00f6sischen K\u00f6nig gelungen sein mag, zumindestens Teile des templerischen Barverm\u00f6gens in die Hand zu bekommen. Ich bin da relativ sicher. Zum einen hatte er sich durch die Verhaftung der Ritter die R\u00fcckzahlung erheblicher Schulden erspart. Zum anderen hatten die Templer nicht nur einen zentralen Templerschatz sondern \u00fcberall in ihren Aussenstellen Depots. Das eine oder andere davon mag dem K\u00f6nig in die H\u00e4nde gefallen sein. Aber nicht die &#8222;Hauptkasse&#8220;. Ebensowenig die Aktenarchive, alles bis heute verschwunden.<\/p>\n<p align=\"left\">Fakt ist jedenfalls, dass Phillip IV von Frankreich nicht vor 1311, also vier Jahre nach der Festsetzung der Templer eine Goldm\u00fcnze in Umlauf brachte, die erstmals auf einer franz\u00f6sischen M\u00fcnze das Agnus Dei zeigt:<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-size: small;\">Die Umschrift lautet: + AGN DI QUI TOLL PCCA MUDI MISERERER NOB +<\/span><\/p>\n<p align=\"left\">Ist das ein Zeichen der Fr\u00f6mmigkeit dieses angeblich so inbr\u00fcnstig gl\u00e4ubigen K\u00f6nigs? Gar eine Hommage an seine tats\u00e4chlich viel fr\u00f6mmere Gattin? Oder etwa nur blanker Zynismus: Seht her, ich habe die Templerkohle gekrallt und nun ist sie mir? Eine kleine feine Beobachtung am Rande: Bei den Templern tr\u00e4gt das L\u00e4mmchen ein Wimpel mit dem St. Georgskreuz. Philipp hat seinen Namen unter das Lamm schreiben lassen &#8222;Ph.REX und oben statt eines Wimpels die Lilien des K\u00f6nigshauses.<\/p>\n<p align=\"left\">Kann jemand wirklich fromm sein und gleichzeitig daran glauben, dass Gott den brennenden Scheiterhaufen schon ausl\u00f6schen wird, wenn tats\u00e4chlich mal ein Unschuldiger angez\u00fcndet worden ist? Na, lassen wir das&#8230;.<\/p>\n<p align=\"left\">In Mainz gab es eine gro\u00dfe Komturei, direkt am Rheinufer. Das Templerg\u00e4sschen und die Templerstrasse erinnern heute daran. Geb\u00e4ude sind nicht mehr auszumachen, auch wenn sich ein Gastwirt r\u00fchmt, in seiner Gastst\u00e4tte sehe man eine Mauer aus der Zeit.<\/p>\n<p align=\"left\">Wenden wir uns weiter nach Osten und kommen entlang der Siegfriedsstrasse von dem Hunsr\u00fcck in den Odenwald. In Amorbach gibt es das sogenannte Templerhaus. Es ist jedenfalls eines der \u00e4ltesten Profanbauten Deutschlands. Wie man sieht, ist es fast so wehrhaft wie eine Burg gebaut. Das Steinfundament ist aus 1200. Der Fachwerkaufsatz und die Fenster sind sp\u00e4ter zugef\u00fcgt worden. Die Landesarch\u00e4ologie hat das Haus noch nicht als Templerbesitz best\u00e4tigt, aber es gibt ein entsprechendes Hinweisschild.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/OdenwaldApril2006%20120.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Die R\u00e4tsel um das geheimnisvolle Templerhaus werden noch angeheizt, durch den Umstand, dass sich in wenigen Kilometern (nur Luftlinie!) auf einer Anh\u00f6he eine versteckte Burgruine befindet, die sogenannte Wildenburg. Nach der Legende gibt es zwischen der Wildenburg und dem Templerhaus einen Geheimgang.<\/p>\n<p align=\"left\">Es ist gesichert, dass Wolfram von Eschenbach Vasall der Herrschaft war, zu deren Besitz auch die Wildenburg geh\u00f6rte. Da\u00df er sich h\u00e4ufig im Odenwald aufgehalten haben wird, ist sehr wahrscheinlich. In seinen Werken beschreibt Wolfram von Eschenbach einen gro\u00dfen Kamin in einer Burg. In der Burgruine Wildenberg gibt es einen auffallend gro\u00dfen Kamin, Reste davon sind noch gut zu erkennen:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Gralsburg%20054.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Fachleute sind deshalb vielfach davon \u00fcberzeugt, dass es tats\u00e4chlich dieser Kamin ist, der beschrieben wird. Ist dann die Wildenburg die sagenumwobene Festung auf dem &#8222;Muntsalwesch&#8220;? Ist dass eine Verballhornung des frnz.\u00a0<i>mont sauvage ,\u00a0<\/i>einem wilden Berg?<\/p>\n<p align=\"left\">Tja, wenn das nur so leicht w\u00e4re&#8230; Wolframs Epos spielt eher in Katalonien. Da er selbst dort vermutlich niemals war, hat er sich halt Anregungen daheim geholt. Die W\u00e4chter des Grals bezeichnet von Eschenbach jedenfalls als die &#8222;Templeisen&#8220;, womit unstreitig die Tempelritter gemeint sind.<\/p>\n<p align=\"left\">Reisen wir weiter an den Main. Dort treffen wir auf Kleinwallstadt und auf ein Haus aus dem dreizehnten Jahrhundert, welches schon seit mehreren Jahrhunderten das Templerhaus genannt wird. Es ist sicher auch eines der \u00e4ltesten nicht sakralen Geb\u00e4ude in Deutschland. Hinweistafeln beschreiben, dass von dem Templerhaus unterirdische G\u00e4nge wegf\u00fchren, einer zur sog. \u00d6lbergkapelle (ein Nachfolgerbau aus dem 18 Jhrh. steht jetzt dort.)\u00a0 Ein weiterer soll zu einer legendenumwobenen Schlossruine f\u00fchren. Die Landesarch\u00e4ologie hat das Haus bisher noch nicht als Templeranwesen best\u00e4tigt, aber die Fachleute meinen, es spr\u00e4che viel daf\u00fcr. Dokumente fehlen, aber Indizien h\u00e4ufen sich. Leider steht das Haus noch nicht einmal unter Dekmalschutz.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Templerhaus%20002.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Der Eingang zu den weitgehend unerforschten G\u00e4ngen und zum Keller des Hauses sieht man links am Bildrand, unterhalb des Baumes.<\/p>\n<p align=\"left\">Wiederum weiter \u00f6stlich, wir sind jetzt im Bereich Tauber\/Hohenlohe\/Bad Mergentheim gibt es ein R\u00e4tsel um mindestens drei achteckige Kapellen aus dem 12. bis 13. Jhrh.\u00a0 Solche Kapellen d\u00fcrften in Deutschland eine Rarit\u00e4t sein und hier befinden sich gleich drei in einem Umkreis von 20 bis 30 km. Alle drei stehen auf fr\u00fcheren keltischen Quellheiligt\u00fcmern. Die r\u00e4tselhafteste ist wohl die Sigismund-Kapelle in Wittighausen.<\/p>\n<p align=\"left\">Es soll eine Krypta unter ihr gegeben haben und geheime G\u00e4nge. Allerdings war in den sechziger Jahren angeblich die Sorge um die Standfestigkeit der Kapelle gr\u00f6\u00dfer als der Forschergeist und die Fundamenten sind mit Beton verpumpt worden. Man kann deutlich den Ansatz einer Treppe sehen, die fr\u00fcher nach unten f\u00fchrte. Eine fr\u00fche Grabplatte ist sichergestellt. Sie zeigt einen M\u00f6nch in Kutte, der auf der linken Brust ein Kreuz tr\u00e4gt. Viele Forscher sind deshalb der Ansicht, dass hier ein Templer vergraben liegt. Die Fassade der Kapelle d\u00fcrfte in Deutschland einzigartig sein. Sie strotzt vor r\u00e4tselhafter, teilweise astrologisch\/esoterischer Symbole.<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Feb%202006%20058.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Ein abgeschlagener Kopf. So was ist uns ja schon in Frankreich begegnet. Der Baphomet?<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Feb%202006%20036.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Ich glaube, es handelt sich ganz einfach um Johannes den T\u00e4ufer. Die Templer haben ihn verehrt und dass er so dargestellt wird, verwundert nicht angesichts der Geschichte mit der &#8222;T\u00e4nzerin&#8220; Salome, die sich angeblich den Kopf dieses Gefangenen gew\u00fcnscht haben soll. Etwas mehr R\u00e4tsel geben andere Darstellungen auf, etwa dieses angekettete Monstrum, das einen Menschen an der Gurgel gepackt h\u00e4lt.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/Feb%202006%20035.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Es soll Hinweise darauf geben, dass das Leichentuch vom Grabe Christi hier einmal verwahrt worden sei. Die R\u00e4tsel \u00fcber das Turiner Grabtuch reissen ja wohl auch nicht ab, gesichert gilt aber, dass es eine Zeitlang im Besitz einer adligen Familie de Charney gestanden hatte. Ein deutscher Adliger von Hohenlohe soll es mit ins Burgund geschafft und dort den Namen de Charney angenommen haben. Der Leidensgenosse, der zusammen mit dem letzten Gro\u00dfmeister der Templer auf den Scheiterhaufen kam, trug ebenfalls diesen Namen. Es ist nat\u00fcrlich nicht undenkbar, dass man mit dem Transport eines solch wertvollen Gegenstandes die Templer beauftragt h\u00e4tte, vorausgesetzt, man h\u00e4tte es tats\u00e4chlich w\u00e4hrend eines Kreuzzuges erlangt. Tats\u00e4chlich findet sich auf der Fassade auch ein in ein Tuch eingewickelter menschlicher K\u00f6rper.<\/p>\n<p align=\"left\">Weitere Templerbesitzungen befanden sich in S\u00fcpplingenburg (noch erhaltene Kapelle), Halberstadt (nichts mehr zu sehen), Magdeburg und nat\u00fcrlich in Berlin. Der Name des Bezirk im S\u00fcden verr\u00e4t seine Herkunft: Tempelhof. Von ehemals recht gro\u00dfen der Komturei steht heute noch die Kirche, die allerdings st\u00e4ndig erneuert wurde, dass sie vergleichsweise &#8222;neu&#8220; wirkt.<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/P1040521.JPG\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"left\">Es w\u00fcrde mich nicht wundern, zu h\u00f6ren, dass der Teich schon zur Zeit der Templer existierte. Im Ernst: Ausser im Tunnelbau haben sich die Ritter sehr gern auch im Anlegen von Teichen ge\u00fcbt. Das war mit das erste, wenn man irgendwo neu Fu\u00df fasste. Schon wegen des sorgf\u00e4ltig durchdachten und reichhaltigen Speiseplans.<\/p>\n<p align=\"left\">Die Tempelritter haben sich bei der &#8222;Osterweiterung&#8220; des Kaiserreichs auch in gewissem Umfange\u00a0 beteiligt und insoweit ihre Kollegen vom &#8222;Deutschen Orden&#8220; unterst\u00fctzt. Ich gehe davon aus, dass die Komtureien in Berlin eine Art Nachschubbasis f\u00fcr Eins\u00e4tze an der umk\u00e4mpften Grenze zu den nichtchristlichen osteurop\u00e4ischen Nachbarv\u00f6lkern bildeten.<\/p>\n<p align=\"left\">Es gibt noch eine Templer-Kirche in Mariendorf zu sehen, mit typischen Merkmalen der keineswegs einheitlichen Templerarchitektur:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/P1040527.jpg\" alt=\"\" width=\"336\" height=\"448\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">Und eine in Marienfeld, innen sehr modern:<\/p>\n<p align=\"center\"><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/menzendorff.de\/images\/P1040545.JPG\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"336\" border=\"0\" \/><\/p>\n<p align=\"center\">(Die Bilder aus Berlin sind mir dankenswerter Weise \u00fcberlassen worden von Andreas Deisberg aus Berlin, der sich wegen pl\u00f6tzlichen Regens w\u00e4hrend der Fotosession leider eine halbe Stunde\u00a0 in sein Auto zur\u00fcckziehen mu\u00dfte \ud83d\ude41 Ich bedanke mich vielmals. )<\/p>\n<p align=\"left\">Die Drei Fenster in der Apsis findet man h\u00e4ufig. Angeblich, weil die Zahl Drei besonders geehrt wurde. Ich werde mich aber nicht an Spekulationen \u00fcber Zahlenmagie verleiten lassen. Es wird immer darauf hingewiesen, dass die Templer neun (also drei mal drei \ud83d\ude42 Gr\u00fcndungsmitglieder hatten und neun Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung ihre Stauten bekamen usw. Der von ihnen angeblich angebetete Kopf &#8222;Baphomet&#8220; soll drei Gesichter gehabt haben. Damit mu\u00df man aber sehr vorsichtig sein. Gefunden wurde kein einziges Kopfidol, obwohl die Beamten des K\u00f6nigs jahrelang danach suchten. Es gibt Beschreibungen aus den Prozessakten. Die ergeben aber kein einheitliches Bild, weder bezogen auf das Material noch auf die Gestalt dieser angeblichen Idole. Die Gest\u00e4ndnisse sind unter Folter erlangt worden.<\/p>\n<p align=\"left\">In Deutschland hatten es die Tempelritter sehr viel bequemer als ihre Leidensgenossen in Frankreich. Die meisten sind freigesprochen worden und lebten nach der Aufl\u00f6sung des Ordens, die allerdings auch in Deutschland vollzogen wurde, als eine Art Fr\u00fchrentner auf den ehemaligen G\u00fctern des Ordens. Viele gingen auch zum Deutschen Orden und schlugen sich dort weiter mit Andersgl\u00e4ubigen im Osten. Der Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt machte mit den Templern kurzen Proze\u00df. Freispruch. Er hatte keinen Grund, dem K\u00f6nig der Franzosen die Hand zu reichen. Im Gegenteil gab es Streit bei der Kaiserwahl.<\/p>\n<p align=\"left\">Der Bischof von Halberstadt soll die Anweisungen des Papstes, den Orden zu vernichten und die Templer zu verhaften, lange ignoriert haben. Sein Nachbar, der Bischof von Magdeburg, verfolgte die Templer unnachgiebig. Aber nicht weil er dem Franzosenk\u00f6nig das Handwerk erleichtern wollte, sondern weil er st\u00e4ndig mit dem Halberst\u00e4dter Amts-Kollegen irgendwelche H\u00e4ndel und Fehden austrug, und die Magdeburger Templer beschuldigte, seinen Erzfeind zu unterst\u00fctzen&#8230;.<\/p>\n<p align=\"left\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einige ausgew\u00e4hlte Anwesen der Tempelritter in Deutschland Die Tempelritter waren in Frankreich weit verbreitet, aber nicht darauf beschr\u00e4nkt.\u00a0 Vor allem in den spanischen K\u00f6nigreichen, in Portugal, auf der italienischen Halbinsel und in England fa\u00dfte die Truppe nach und nach Fu\u00df. \u00dcber Lothringen, Burgund, Luxembourg und Elsa\u00df, was damals alles noch zum sog. 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