Templer-Tour de France, Sept. 2018

Ein paar freie Tage gegen Ende September ermöglichten einen Kurzurlaub, der uns durch fast ganz Frankreich führte. Es ging uns auch darum, die Teile des Landes einmal kennenzulernen, die abseits der Strände und unserer üblichen Routen lagen – wie etwa die Touraine, den Périgord oder die Auvergne – um Wohnmobilreisen für die Rentenzeit  zu planen. Vor allem aber war und noch die eine oder andere Lücke im Templeralbum zu füllen. Man findet auf diese Weise lohnende Ziele und Übernachtungsmöglichkeiten (Basislager) und bekommt ein Gefühl für Entfernungen, was die Planung späterer Reisen erleichtert. Das erste Ziel lag in der (ehemaligen Région) Picardie.

1. Commanderie Catillon-du-Temple, 02559 Nouvion-et-Catillon, Aisne, Hauts-de-France

Im Mai 2017 war ich schon einmal in der Gegend und hatte irrtümlich die Kirche der Schwestergemeinde Nouvion für die Templerkirche gehalten. Deshalb begann die Reise hier.

1.1 Wegbeschreibung

Man fährt die A 26 von Reims nach Norden in Richtung Brüssel und Lille. Kurz vor Saint-Quentin verläßt man an der Péage de Nouvion-et-Catillon die Autobahn und gelangt über die D35/D26 nach Nouvion. Im Ort folgt man dem Verlauf der D26 (Hauptstrasse) zunächst nach Norden und kurz vor dem Ortsausgang nach Osten. Ab dort ist Catillon bereits beschildert. Nach ca. 3 Km biegt man links ab zum Gelände der ehemaligen Commanderie.

1.2 Strategische Position

Ich hatte bereits Bericht vom Mai 2017 nachgewiesen, dass die Strecke von Arras nach Reims einen Teilabschnitt der via francigena darstellt.

Hier liegt Catillon-du-Temple in einer geradlinigen „Kette“ von Templerorten und/oder offiziellen Stationen der via francigena im Abstand von je ca. 25 Km: Saint-Quentin, Nouvion-et-Catillon, Laon, Pontavert, Reims, Saint-Étienne-au-Temple usw. Vor Ort fanden wir die Beschilderung „voie romane“ oder „chemin romeret„, was diese These endgültig bestätigt.

1.3 Was ist noch zu sehen?

Das Areal der Commanderie von Catillon-du-Temple entspricht der Größe nach anderen bereits beschriebenen Templerorten in der Gegend. Die Gebäude sind um einen Innenhof herum errichtet worden. Die ehemalige Kapelle war ausserhalb des Gehöfts, was dafür spricht, dass auch die Bevölkerung des Ortes an Gottesdiensten der Templer teilnehmen durften. Das erweist sich auch an dem für Templerkapellen überdurchschnittlich hoch ausgeführten, sogenannten „Glockengiebel“ (cloche-mur).

Nordflanke der Commanderie und Blick auf die Giebelmauer der Kapellenruine  von Osten

Der Glockengiebel – hier von Westen gesehen – ist das einzige Überbleibsel der Kapelle

Ansicht der Ostflanke der Commanderie von Norden

Das Gebäude links am Bildrand mit den als „Strebewerk“ bezeichneten Mauerstützen (contre-forts) dürfte noch aus der Templerzeit stammen. Dieses Bauelement ist jedenfalls seit der Gotik in Verwendung. Es wird heute als Scheune genutzt.

1.4 Geschichte

Das Haus der Templer von Catillon erscheint erstmals im Jahre 1204 in den Akten. Die Commanderie wurde Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet. Die Kirche, von der heute nur noch die Giebelwand des Chors steht, ist der Sainte Marie-Madeleine geweiht (Christophe Staf, templiers.org, m.w.N.) .

2. Chapelle de Laon, 02559 Laon, Aisne, Hauts-de-France

2.1 Wegbeschreibung

Die Templerkapelle befindet sich im Süden der Altstadt von Laon. Man nähert sich zweckmässigerweise von der Rampe d’Ardon und parkt – derzeit kostenlos – an der Promenade de la Couloire, direkt an derStadtmauer von Laon:

Blick vom besagten Parkplatz auf das Südtor

Man begibt sich sodann zu Fuß auf der Rue Enguerrand Quarton durch den Torturm und folgt dieser Strasse nach Norden bis zur dritten Kreuzung. Hier biegt man nach rechts in die  Rue Georges Ermant ab und folgt dieser Strasse ca. 100 Meter. Zwischen der Einmündung der Ruelle Sainte-Geneviève (von Süden) und der Ruelle des Templiers (von Norden) befindet sich der Eingang zum Musée d’Art et d’Archéologie du Pays de Laon. Auf dem Hof steht die Templerkapelle.

2.2 Strategische Position

Wie bereits im vorigen Abschnitt erwähnt, liegt auch Laon in einer beschriebenen „Kette“ von Templerorten und ist eine „offizielle“ Station der via francigena. Laon ist seit 499 n.Chr. Sitz der Bischöfe der gleichnamigen Diözese (Wikipedia). Die berühmte

Kathedrale  von Laon

wurde von 1155 bis 1235 errichtet (Wikipedia). Es ist wohl als selbstverständlich anzusehen, dass die Templer am Sitz der Bischöfe ebenfalls präsent sein mußten. Zwar unterstanden die Templer und die anderen sakralen Ritterorden direkt dem Papst und schuldeten den Bischöfen weder Gehorsam noch Abgaben. Aber die Nachrichten, von denen das mittelalterliche Leben -ebenso wie das heutige – abhing, liefen hier zusammen. Auch etwa in Mainz unterhielten alle drei Ritterorden jeweils eine Niederlassung. Man wird unterstellen dürfen, dass die Templer auch an allen anderen Bischofssitzen – zumindestens in Frankreich – präsent waren.

2.3 Was ist noch zu sehen?

In Laon befindet sich die berühmte achteckige Templerkapelle von 1140:

In seinem Buch: Die Templer, Aufstieg und Untergang, S. 160, verweist Demurger (unter Bezugnahme auf einen Aufsatz von Élie Lambert, l’Architecture des Templiers, Bulletin Monumental, Paris 1954, S. 130ff.) die weit verbreitete Annahme, achteckige oder runde Zentralbauten seien eine Spezialität oder gar Erfindung der Templer, zutreffend in den Bereich der Mythen. Nach Demurger, S. 160, gab es lange vor den Templern im Abendland schon achteckige Kapellen, zumeist auf Friedhöfen, etwa dem der Abtei Saint Vincent von Laon, von der heute allerdings keine Überreste mehr vorhanden sind.

Detail an der Südflanke

Die Templerkapelle von Laon ist mit unzähligen Objekten verziert, die wie Katzenköpfe aussehen, wenngleich sie teilweise auch Karikaturen von menschlichen Zügen abbilden könnten. Ich hatte bereits in meinem Bericht über die Templer in Girona, 2015, darauf hingewiesen (und zahlreiche Beispiele gezeigt), dass die Templer eine Vorliebe für dieses Motiv entwickelt haben könnten, auch wenn ich dazu speziell noch nichts in der Literatur gefunden habe.

Kann man anhand dieses Befundes nur von einer ordenstypische Aufmerksamkeit des Templerordens gegenüber diesem Tier oder schon einer Art Verehrung, gar einer Götzenanbetung sprechen? Oder sind das nur harmlose Sympathiebeweise einzelner Ordensmitglieder? Es ist unabweisbar, dass den Templern in den Prozessen, die zur Auflösung des Ordens führten, unter anderem auch die Anbetung von Katzen vorgeworfen wurde (Demurger, der letzte Templer, S. 241).

2.4 Geschichte

Nach einer undatierten Urkunde, ausgefertigt vom Bischof Barthélémy de Vire von Laon, erhielten die Templer ihre Güter in Laon als Stiftung von einer Adeligen namens Amultrude. Die Übertragung soll gegen 1140 erfolgt sein (Templiers.net) .

In Laon war viel Trubel. Also begaben wir uns nach Soissons zu unserer Unterkunft und belohnten uns in meinem Lieblingsrestaurant von Soissons am Place de la Republique mit einem gewohnt fantastischen Abendessen.

3. Église des Templièrs, 91830 Auvernaux, Dept. Essonne, Île-de-France

Am nächsten Morgen unternahmen wir bei strahlend schönem Wetter noch einen Spaziergang im Zentrum von Soissons und machten uns dann für ca. 160 Km in südwestliche Richtung auf zu unserem nächsten Etappenziel in der Région Île-de-France (teilweise bedauerlicherweise unter Benutzung der Autobahnen der Metropole).  In Auvernaux hatten die Templer evtl. keine Commanderie, aber eine Pfarrkirche.

3.1 Wegbeschreibung

Man nimmt zunächst – von Paris kommend – die A 7 „Autoroute du Soleil“ in Richtung Auxerre und Lyon und fährt an der Ausfahrt 11 (Gemeinde Le Coudray-Montceaux) nach Süden ab auf die D 948. Man folgt der D 948 weiter nach Süden und biegt im Ortskern von Auvernaux an einer Bar/Brasserie nach rechts auf die D 74 ab. Nach wenigen Metern taucht rechts die Templerkirche auf. Sie befindet sich auf einem begrünten Platz vor der Mairie.

3.2 Strategische Position

Wie der nachstehende Kartenausschnit zeigt, scheint Auvernaux im Mittelpunkt von mehreren „Templerstraßen“  zu liegen, wobei eine nach Nordwesten über Balizy nach Elancourt, die zweite nach Nordosten über Savigny-le-Temple nach Coulommiers und die Dritte über die Templerorte Nemours, Montargis, Chatillon-Coligny und Villemoison nach Süden führt.

Die Distanz vom Templerort Elancourt zum Templerort Balizy beträgt 31 km und die von Balizy nach Auvernaux 26 km.  Das sind typische Tagesetappen. Von Auvernaux zum Templerort Nemours beträgt die Distanz 40 km und weitere 40 km liegen zwischen letzerem und dem nächsten Templerort Montargis. Daraus ergibt sich ein „Anfangsverdacht“ für Straßenzüge. Diese Hypothese muß jedoch noch viel gründlicher und gesondert untersucht werden. Auch Etampes war ein Templerort.

3.3 Was ist noch zu sehen?

Reste des Maisons der Templer waren nicht auszumachen. Es ist wohl nur die Kirche aus dem 12. Jahrhundert übriggeblieben. Aber diese ist sehr intakt und offenbar noch immer in Benutzung.

Templerkirche von Auvernaux, Ansicht von Südwesten

Südportal mit typischer Wächterfigur, einseitig rechts

3.4 Geschichte

Das Datum der Errichtung des Templerhauses von Auvernaux ist nicht genau bekannt, aber es wurde erstmals im Jahre 1171 in den Dokumenten eines Prozesses zwischen den Templern und den Kanonikern von St. Victor, Paris, im Zusammenhang mit dem streitigen Eigentum mehrerer Güter erwähnt, in dem sie sich „seit langer Zeit“ als Eigentümer bezeichneten. Der Bischof von Paris, Maurice de Sully, war beauftragt, den Streit zwischen den beiden Parteien zu schlichten Templiers.org, Christophe Staf.

Wir setzen unsere Fahrt weiter in Richtung Südwesten fort und gelangten nach etwa 150 Km unsere zweite Tagesetappe.

4. Maison des Templièrs, 45190 Beaugency, Dépt. Loiret, Centre-Val de Loire

Die Altstadt von Beaugency erwies sich als sehr attraktiv und gemütlich. Sie ist teilweise zur einer sehr einladenden Fußgängerzone umgebaut worden und wir freuten uns darauf , unser Ziel zu Fuß zu suchen, um uns hier gründlich umsehen zu können.

4.1 Wegbeschreibung

Das Templerhaus befindet sich an der Straßenecke der Rue de la Siréne und der Rue du Puits de l’Ange. Man erreicht diese Stelle, indem man etwa die Rue du Pont nach dem Überqueren der Loire bis zur dritten Kreuzung fährt, dort links in die Rue de la Cordonnerie einbiegt und sich alsbald einen Parkplatz sucht. Diese Strasse endet direkt am Templerhaus. Parken kann man in diesem Bereich aber nicht. Die Rue du Puits de l’Ange ist für PKWs gesperrt.

4.2 Strategische Position

In unmittelbarer Nähe zur Brücke über die Loire befinden sich drei Inseln. Es ist naheliegend, dass hier früher eine Furt bestanden haben könnte. Die „alte“ und sehr schöne Steinbrücke, könnte vielleicht aus dem 15. Jahrhundert stammen. Überdies machte die Lage am Loire-Ufer aus Beaugency eine wichtige Handelsstadt. Beaugency scheint Station einer „Templer-Straße“ von Troyes nach Tours gewesen sein:

Die Stationen Tours, Blois, Beaugencybnbn

4.3 Was ist noch zu sehen?

In Beaugency gibt es – statt eines Sakralbaus – eines der sehr seltenen mittelalterlichen Profanbauten der Templer (Ich kenne Profanbauten der Templer sonst nur in Caudebec en Caux, Normandie und Fresne-St. Mamès in Franche-Comté.) Heute ein Wohn- und Geschäftshaus, präsentiert sich das Maison der Templer  mit mittelalterlichen und spätmittelalterlichen Fensterbögen im 1. Obergeschoß.

Maison des Templièrs, Beaugency

4.4 Geschichte

Die Existenz des Templerhauses von Beaugency kann erstmals einer Urkunde des Simon de Beaugency (um 1200) entnommen werden. Darin sind den Templern einige Rechte eingeräumt, etwa die Erhebung von Steuern für Fassabfüllung und Gaststätten. (Christopfe Staf, http://www.templiers.org/beaugency.php)

 

5 Commanderie de Ballan-Miré, 37510 Ballan-Miré, Indre-et-Loire, Centre-Val de Loire

Wir mußten nur noch knapp 100 Km weiter südwestlich in die Nähe der Stadt Tours (mit der wunderbaren Kathedrale  des Erzbischofs von Tours) reisen, um unser nächstes Etappenziel und zugleich auch unser Nachtquartier zu erreichen, das Château von Ballan-Miré. Zu unserer großen Freude erreichten wir unser Domizil für den Abend noch rechtzeitig, um den Pool bei schönstem Wetter noch ausgiebig nutzen zu können. Was eine Wohltat, nach einem heißen Tag auf der Strasse.

5.1 Wegbeschreibung

Man verläßt Tours nach Süden über die Pont de Saint-Sauveur und biegt etwa 200 m nach der Überquerung des Flusses Cher nach rechts auf die Rue des Savonnières, die D7, ab. Auf dieser Strasse geht es ca. 3 Km nach Westen entlang des linken Ufers des Cher bis zur Abzweigung der D127 (Rue de la Commanderie). Man fährt auf dieser Strasse noch etwa 500 m nach Süden und muß ab jetzt sorgfältig auf die Beschilderung achten. Eine kleine Stichstrasse führt nach links von der Landstrasse ab und man steht einige 100 Meter danach vor einem prächtigen Gittertor. Man muß allerdings angemeldet sein. Das Château ist in Privatbesitz und auch von der Strasse nicht einzusehen. Die Besitzer betreiben dort aber ein B&B und der Aufenthalt dort ist sehr zu empfehlen. Die Inhaber sind sehr gastfreundlich, hilfsbereit und zuvorkommend und was noch bemerkenswerter war: Sie haben sich als historisch sehr interessiert und über die Historie des Châteaus und seiner Geheimnisse bestens informiert erwiesen. Wenn Sie Glück haben, findet sich die Zeit für eine kleine Führung. Buchen können Sie hier: Bed and Breakfast Commanderie de Ballan.

5.2 Strategische Position

Die Commanderie de Ballan ist ca. 1 Km von dem Fluß Cher entfernt, der wiederum etwa einen Kilometer südlich parallel zur Loire entlangläuft und nach ca. 6 Km in diese einmündet. Die Commanderie liegt unmittelbar an dem wohl bedeutensten französischen Jakobsweg, der  sogenannten Via Turonensis, der von Paris über Orléans, Tours, Poitiers und  Bordeaux bei Saint-Jean-Pied-de-Port über die Pyrenäen nach Santiago de Compostela führt. Nach Julie Roux und Humbert Jacomet, Les Chemins de Saint-Jacques de Compostelle, S. 315, gibt es für den Abschnitt zwischen Paris und Tours zwei Wegealternativen. Die nördliche  Route führt über Chartres, die südliche über Orléans. Beide Strecken sind in regelmässigen Abständen mit Templerpräsenzen ausgestattet.

Via Turonensis, von Paris nach Tours

Nach Dumontier, aaO S. 101, kommt Ballan-Miré eine Schlüsselposition zu. Der Ort markiert die Mitte der Templer-Strasse von Paris nach la Rochelle. Ich habe hierzu im Jahr 2008 einen Aufsatz geschrieben.

5.3 Was ist noch zu sehen?

Das Château ist im Laufe der Zeit erheblichen Umbaumaßnahmen unterzogen worden und präsentiert sich heute überwiegend im Stil des neunzehnten Jahrhunderts, nach erheblichen Veränderungen im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert durch die Johanniter.

Nur der nach Süden zeigende, runde Turm im Bildhintergrund stammt noch weitgehend unverändert aus der Zeit der Templer.

Rückseite mit neugotischen und modernen Fensterelementen

Um die Commanderie von Ballan ranken sich seit jeher romantische und fantastische Geschichten. So soll es zwischen Ballan (nach Dumontier, Sur les Pas des templiers en Bretagne, Normandie, Pays de Loire, S. 100, leite sich der Name vom Keltengott Belenos ab) und dem 6 Km entfernten Dorf Savonnières  einen unterirdischen Geheimgang geben (Dumontier, a.a.O). Die Kirche von Savonnières unterstand dem Großprior des Malteserordens und ist den Heiligen Saint Gervais und Saint Protais geweiht, wie die Kirche der ebenfalls – unverdient – legendenumwobenen, angeblichen Templer-Stadt Gisors. An jeder Legende hängt natürlich immer auch ein mehr oder minder grosses Stück Wahrheit. Savonnières ist tatsächlich für seine unterirdische Grottenlandschaft, begünstigt durch den dort vorherrschenden Kalk-Tuffstein bekannt. Nach Dumontier, aaO, gehen einige Grotten dort auf die Zeit der Römer zurück. Sei es, wie es sei, auf dem Grundstück der Commanderie gibt es einige verdächtige Stellen, die die These eines geheimen Ganges unterstützen könnten.

Eingang in eine Kalksteinhöhle.

Zugemauerter Gang in einem externen Kellergebäude.

Einer der letzten Eigentümer, ein Graf Salvador, hatte – nach Spielschulden und Spekulationsverlusten – den legendären Templer-Schatz mit Sprengstoff gesucht (Dumontier, aaO). Die Spuren davon sind heute noch sichtbar.

Gesprengte Ruine

Impression: Abenddämmerung. Foto Beate Menzendorff

5.4 Geschichte

Eine Urkunde von 1219 bezeugt zum ersten Mal die Existenz des Tempels in Ballan-Miré. Die Templer etablierten sich in der Touraine seit dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. (Dumontier, aaO).

6 Village des Templiers, 24290 Sergeac, Dépt. Dordogne, Nouvelle-Aquitanie

Nach einem wirklich ausgezeichneten, sehr fürstlichen Frühstück mit leckeren Croissants und krachendfrischem Baguette, meist hausgemachten Köstlichkeiten (Joghurt, Waffeln und diverse Marmeladen und Gelees) und aromatischem Kaffee und Tee brachen wir gutgelaunt in den Süden Frankreichs auf, genauer gesagt in die ehemalige Grafschaft Périgord. Wir erreichten Limoges nach etwa dreieinhalb Stunden. Die Strecke von Limoges ins Périgord, das wohl etwa dem heutigen Département Dordogne enstpricht, nahm noch etwa eineinhalb Stunden in Anspruch. Es handelt sich bei dieser Strecke um einen der Teilabschnitte des zentralfranzösischen Jakobswegs, der sogenannten Via Lemovicensis (wikipedia).

6.1 Wegbeschreibung

Man erreicht Sergeac von der Autobahn A89 (Clermont-Ferrand – Bordeaux) und nimmt kurz nach der Stadt Brive-la-Gaillarde die Ausfahrt 17 in Richtung Saint-Yrieix-la-Perche. Anschließend benutzt man die D46 über Les Farges nach Montignac und danach die D706 nach Sergeac.

6.2 Strategische Position

Sergeac liegt nur ca 45 km südöstlich von Perigueux und dürfte als Etappenziel für Jakobspilger (Via Lemovicensis) in Betracht gekommen sein. Im übrigen befand sich der Ort zur Zeit der Templer im Grenzgebiet zwischen französischen und englischen Herrschaftsgebieten. Der Bereich südlich der Dordogne fiel 1154 mit der Hochzeit von Eleonore von Aquitanien und Henri Plantagenêt an England. Sergeac liegt 20 Km von der Dordogne entfernt und gehörte demnach zu Frankreich.

6.3 Was ist noch zu sehen?

Sergeac ist eine kleine Gemeinde am südlichen Ufer der Vézère mit 215 Einwohnern (Wikipedia). Das Alter der Häuser ist schwer zu schätzen.  Einige Mauer verraten ein wesentlich höheres Alter, als die modernere Bausubstanz. Viele Häuschen scheinen schon ihr Alter aufgrund ihrer geringen Größe zu verraten.

Das Maison des Kommandeurs wurde im 14. Jahrhundert von den Johannitern umgebaut. (Christophe Staf). Es ist nicht zu besichtigen. Derzeit wird es baulich saniert.

Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert von den Templern als Wehrtum errichtetet  (Jack Bocar, templiers net. Sie finden in dem lesenwerten Beitrag eine Skizze)

Einschiffig, rechteckiger Grundriss, drei Teile. Eine typische Templerkirche (Bocar, aaO)

Nähert man sich vom Ufer der Vérzère dem Ort, erhält man diesen impsoanten Eindruck.

6.4 Geschichte

Der in der Kirche aufgestellten Hinweistafel

lassen sich folgende Feststellungen entnehmen: Im 3. Jahrhundert errichtete ein Römer namens Servius seine Villa, die den Namen für den Ort abgab: Serviacum. Im Laufe der Zeit wurde daraus Sergeac. Im 11. bis 12. Jahrhundert erichtete man auf den Resten der gallo-römischen Ansiedlung und einer Begräbnisstätte der Westgoten bzw. Merowinger eine Vorläuferkirche.  Am  3. Mai 1153 erteilte Papst Eugen III der Kirche in einer Bulle das Privileg der Unverletzlichkeit und weihte die Kirche der „Heiligen Maria von Sergacio“.  Die Templer erhielten im Jahre 1275 noch 1 Km ausserhalb des Ortes ein großes Gelände, von dem noch erhebliche Mauerreste vorhanden seien.

7 24200 Sarlat-la Canéda, Dépt. Dordogne, Nouvelle-Aquitanie

Zu unserem nächsten Nachtqaurtier mußten wir nur noch ein paar Minuten fahren. Wir hatten den pittoresken und mittelalterlichen Touristen-Anziehungspunkt an der Dordogne aber auch deshalb ausgewählt, weil die Suche nach einem Zimmer und einem Restaurant dort erwartungsgemäß leichter fallen würde. Unser Nachtquartier nannte sich „Hotel de Compostelle“, was andeutet, dass diese Stadt ebenfalls an einem der Pilgerwege lag.

Die Anwesenheit der Templer in Sarlat bleibt ein Mysterium, schreibt Jean-Luc Aubarbier auf S. 87 in seinem Buch les Sites Templiers de France, Aubarbier, Binet, 1995. Dass es eine Commanderie des Namens la Caneda gegeben habe, sei gewiß. Nur bei der Frage ob, es eine der Templer oder der Johanniter gewesen sei, würden die Meinungen auseinandergehen, meint der Autor weiter. Und er muß es wissen, denn er wohnt selbst in Sarlat. Etwas zuversichtlicher drückt sich insoweit mein Freund Christophe Staf (Danke, Christophe, für das unvergessliche Abendessen in Lunéville nach dem Vortrag von Alain Demurger) aus. Er ist der Ansicht, dass hinter der alten Kathedrale von Sarlat einen Templerfriedhof gäbe (templiers.org). Sicher ist, dass einige Templer in dem nur 12 Kilometer entfernten Domme eine Zeitlang inhaftiert waren.  Christofe Staf hat für Sie einige Fotos der Graffiti zusammengestellt, die von den inhaftierten Templern dort in die Wände geritzt worden sein sollen.

Sei es, wie  es sei, Sarlat lohnt einen Besuch auf jeden Fall. Die mittelalterliche Altstadt ist authentisch und recht vollständig. Ein Spaziergang kommt einer Zeitreise sehr nahe.  Ich lasse Sie jetzt mal an dieser Zeitreise teilhaben und stelle Ihnen einige Gebäude aus der Altstadt vor, ohne sie zu kommentieren:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Nationaldenkmal: Kathedrale Saint-Sacerdos de Sarlat, im Herzen der Altstadt

Mittelalterliches Haus an einen kleinen Platz in der Altstadt

Dieses Haus stand dem Restaurant gegenüber, welches wir uns für unser Abendessen ausgesucht haben. Es nennt sich „La Cour des Poètes“ und wir können es nur empfehlen. Es war sehr lecker, angenehm und preiswert. Wir saßen draußen im Hof und konnten uns den schönen Gebäuden und dem Treiben nicht stattsehen. Mehr oder weniger zufällig habe ich mir auch das innere der Gaststätte angesehen. Die Kasse stand auf einem Pult mitten im Raum und die Seitenwände des Pultes waren mit Steinen verkleidet. Es sah sah aus, als sei dieses Pult aus einer Kanzel einer alten Kirche zusammengesetzt worden.

Die Steine trugen Abbildungen, die eindeutig auf die Templelritter hinweisen:

Ritter mit Mantel und Schwert, 13. od. 14. Jahrhundert

links oben und rechts unten: eindeutig das Tatzenkreuz der Templer!

In der Literatur habe ich dazu nichts gefunden. Das Personal der Gaststätte konnte mir keine Auskunft erteilen, was es damit auf sich hätte. Das Objekt kann auch genauso aus einer abgegangenen Kirche der Umgebung stammen oder bei einem Antiken-Händler gekauft worden sein. Sei es, wie es sei, diese Entdeckung hatte mich regelrecht elektrisiert. Ich hatte nicht mit so etwas gerechnet. Es hatte sich deshalb und auch sonst in vieler Hinsicht gelohnt, der Stadt Sarlat einen Besuch abzustatten. Am nächsten Morgen gönnten wir uns noch einen Bummel über den Wochenmarkt in der Altstadt und brachen gegen Mittag in Richtung Süden auf.

8 Commanderie des Templiers, 82160 Lacapelle-Livron, Tarn-et-Garonne, Occitanie

Das nächste Etappenziel lag nur 140 Km weiter südlich in der alten Provinz Quercy. Lacapelle-Livron ist eine von drei Templerkommenden, die  in einem „Dreieck“  im Abstand von ca. 20-30 Km  zueinander liegen und jeweils mit wehrturmartigen Gebäuden versehen sind.

8.1 Wegbeschreibung

Man fährt auf der Autobahn A 20 „L’Occitane“ nach Süden und nimmt die Abfahrt zum Flughafen Cahors-Lalbenque und folgt sodann der D19 nach Lalbenque. Danach setzt man die Fahrt auf der D19 in Richtung Caylus fort und erreicht kurz davor den Ort Lacapelle-Livron. Die Kommende ist ausgeschildert.

8.2 Strategische Position

Nach Roux und Jacomet, Les Chemins de Saint-Jacques de Compostelle, S. 189, 202, stellte Lacapelle-Livron eine „offizielle“ Station eines Seitenarms des südfranzöischen Pilgerweges Via Podensis von Le Puy nach Saint-Jean-Pied-de-Port dar, der sogenannten  Variante Rouergate. Im übrigen zeigt der wehrturmartige Ausbau der Kapelle an, dass man sich in einem krisengeschüttelten Gebiet befunden haben wird. Östlich neben der Kapelle fällt das Gelände recht steil ab und man überblickt von oben eine weite Tiefebene, was im Falle kriegerischer Annäherung ein klarer Vorteil gewesen sein muß.

8.3 Was ist noch zu sehen?

Schon von weitem nimmt man den wuchtigen Wehrturm der Commanderie war:

Blick auf den Wehrturm von Südsüdwest

mittelalterliches Nebengebäude, einige Meter südlich vom Turm

Blick in den Ostchor der Kapelle

Kapelle und Wehrturm von Süden

8.4 Geschichte

Die Commanderie wurde erst relativ spät gegründet. Im Jahr 1225 trat ein gewisser Grimals de Lhivron, Sohn des Pons de Lhivron, seine Herrschaft an die Templer ab: “ fraire Doat Garssia, comandador del bestial de la cabana de Blouson e als autres fraires del Temple“. (Templiers.net). Interessant ist die Tatsache, dass die Templer noch 1299 noch Rechte des französischen Königs Philippe-le-Bel abgekauft hatten (Templiers.net, aaO), eben jenes Königs, der nur wenige Jahre später, in 1307, die französischen Templer verhaften ließ und für die Auflösung des Ordens sorgte .

9 Commanderie des Templiers, 82800 Montricoux, Tarn-et-Garonne, Occitanie

9.1 Wegbeschreibung

Von Lacapelle-Livron fährt man auf der D19 nach Caylus und von dort auf der D926 nach Saint-Cirq und anschliessend auf der 964 nach Montricoux. Der Ort läßt sich besser zu Fuß erkunden. Man sucht sich einen Parkplatz am Ortsrand und der Weg zur Commanderie und der Templerkirche ist gut beschildert.

9.2 Strategische Position

Aufgrund der Nähe zu Lacapelle-Livron (ca. 30 Km) wird man auch hier in Betracht ziehen können, dass die Einrichtung der Templer Jakobspilger begherbergt haben könnte. Montricoux liegt direkt am Ufer des Flusses Aveyron.

9.3 Was ist noch zu sehen?

Die Commanderiegebäude sind um einen großzügigen rechteckigen Innenhof angeordnet. Nur der Turm, die Kirche und das Nebengebäude links im Bild stammen aus der Zeit der Ritter:

Blick in Richtung Nordnordost auf das Hauptgebäude und den Kircheingang für Ordensmitglieder.

Eine Rue des Templiers darf nicht fehlen

Um heute die Kirche zu betreten, muß man den Innenhof verlassen und den Ort umrunden.

Denn der heutige Haupteingang zur Kirche zeigt zur Gemeindeseite nach Norden. Daran kann man erkennen, dass die Templer hier auch das Recht hatten, den Bewohnern des Ortes kirchliche Dienste anzubieten. Auch hier finden sich wieder die typischen Torwächterköpfe.

Saint-Pierre de Montricoux

9.4 Geschichte

Montricoux gelangte durch eine Stiftung des Priors von Saint-Antonin um 1181 in den Besitz des Tempelordens (Christophe Staf). Die Templer erhielten die Ländereien der gesamten Gemeinde einschließlich der Bewohner und auch die Kirche Saint-Pierre. Im Jahre 1276 unterzeichnete der Meister des Tempelordens der Provence, Roncelin de Fos, eine Urkunde, den Ort betreffend. Nach der Auflösung des Ordens erhielt der ehemalige Templer Esquieu de Floyran, der sich den Ermittlern des Königs Philipp le Bel als „Kronzeuge“ anbot und allerlei Schauermärchen und falsche Anschuldigungen gegen die Templer vorbrachte, als Lohn für seinen Verrat die Herrschaft über Montricoux (Staf, aaO).

10 Commanderie des Templiers, 81140 Vaour, Tarn, Occitanie

10.1 Wegbeschreibung

Von Montricoux fahrt man auf der D115 nach Osten. Die Strasse schlängelt sich entlang des Flusses Aveyron bis Russergue, wo man nach rechts auf die D33 abbiegt. Nach wenigen Minuten kommt man nach Vaour. Die Commanderie ist hier ebenfalls gut beschildert.

10.2 Strategische Position

Auch hier dürfte das oben zu Punkt 9.2 gesagte zum Thema Pilgerbeherbergung zutreffen.

10.3 Was ist noch zu sehen?

Die meisten Gebäude der Kommanderie sind heute nur noch Ruinen.

Blick vom Parkplatz auf das ehemalige Haupttor.

Das obige Foto aus 1895 zeigt, dass die Gebäude der Commanderie zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend intakt waren und nicht etwa durch ein kriegerisches Ereignis, sondern durch Erosion zerstört wurden. Der Turm ist erst im Jahre 1910 eingestürzt, tragischer Weise nachdem die Anlage gerade ein Jahr zuvor erst unter Denkmalschutz gestellt wurde (Quelle: chateau.over).

östlicher Hof der Commanderie mit zum Teil noch intaktem Erdgeschoß

Gewölbe des Erdgeschosses mit Kaminen an den Stirnseiten

Scheune und Stallgebäude mit massiven Contreforts von Südosten gesehen.

Skizze der ehemaligen Commanderie:

 (Quelle: chateau.over)

10.4 Geschichte

Der Ort Vaour wurde im Jahr 1160 durch die Templer gegründet. Die Herren von Penne und Montaigut, sowie die Grafen von Saint-Antonin überliessen den Templer seit 1140 zahlreiche Grundstücke. Zwanzig Jahre später errichteten sie auf einem abgelegenen Hügel, einen ehemaligen Kultplatz fur Wasser-Rituale, die Commanderie (Quelle: templiers.org, C. Staf).

Das Wappen des Ortes Vaour weist noch heute stolz auf die vergangene Ordensherrschaft hin:

(Quelle: Wikipedia)

11 Chapelle des Templiers, 15210 Ydes, Cantal, Auvergne-Rhône-Alpes

Wir waren gegen 15:00 Uhr hier in der Region mit den Besichtigungen fertig und hatten noch 2 bis 3 Templer-Ziele in der Auvergne auf der Liste. Es war der vierte Tag unserer Rundreise und erste Erschöpfungszeichen machten sich bemerkbar. Für die Strecke vom Quercy in die Auvergne brauchte es nochmal über drei Stunden. Für heute sehnten wir uns nur noch nach einem Quartier und einem Abendessen. Ein paar Kilometer südlich von der A89 tauchte ein kleines Hotel auf. Wir erwartenen nicht viel und wurden auch nicht enttäuscht. Das Essen entsprach geringen Erwartungen und das Zimmer war ein Alptraum. Auch das Frühstück enttäuschte unsere geringen Erwartungen nicht, aber wir verspürten auch dessen ungeachtet nicht mehr die geringste Lust und Energie, den vollen Plan abzufahren. Die Commanderien in der Auvergne liegen recht weit auseinander. So beschränkten wir uns auf die nächstgelegene und wohl auch schönste Commanderie des Zielgebietes.

11.1 Wegbeschreibung

Man verläßt die A89 (von Clermont-Ferrand nach Bordeaux) an der Ausfahrt 23 Moncourrier und fährt auf der D979 nach Süden Richtung Lestrade. Man folgt der D979 bis zu einem Stausee und dem Ort Bort-les-Orgues, wo die D979 auf die D922 trifft. Auf dieser Strasse erreicht man nach weiteren ca. 5 Km den Ort Ydes. In Ortsmitte biegt nach einer Apotheke die Rue Pierre de la Justice nach links ab, zu dem ausgeschilderten Ortsteil Ydes-Bourg. Nach etwa drei Kilometern erreicht man den Ortsteil Ydes-Bourg und kann die Kapelle Saint George nicht verfehlen.

11.2 weitere Templerniederlassungen in der Nähe

Die nächstgelegene Templerstation ist Courteix, 45 km nördlich. In südlicher Richtung stösst man nach 80 Km auf Carlat. An einem Jakobspilgerweg liegt Ydes offenbar nicht. Dass hier evtl. eine Templerstrasse ggf. in nordsüdlicher Richtung durchgelaufen ist, kann nicht ausgeschlossen werde, bedarf aber noch weiterer Untersuchungen.

11.3 Was ist noch zu sehen?

Die Kapelle Saint-Georges ist völlig intakt. Sie darf sich zu den besterhaltensten und schönsten Templerkapellen zählen.

Chapelle des Templiers Saint-Georges, Ydes-Bourg, Cantal

Die typischen Wächterköpfe befinden sich hier eher an der Apsis. Und auch ein Katzenkopf war auszumachen.

Der Schutzpatron der Kirche, Saint-George, rettet die Prinzessin vor dem Drachen

„Erstmals wurde der heilige Georg zur Zeit der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert mit dem Begriff des Drachentöters in Verbindung gebracht, besonders durch die Legenda aurea des Jacobus de Voragine. Die Drachenlegende des Georg von Kappadokien ähnelt verschiedenen Rittermärchen. Georg rettet die jungfräuliche Königstochter vor einer Bestie, dem Drachen, indem er ihn schwer verletzt, wonach ihn die Jungfrau auf Geheiß zahm in die Stadt führt. Dort bringt Georg den König und das Volk dazu, sich taufen zu lassen und erschlägt anschließend den Drachen.  …  Die Verehrung des hl. Georg breitete sich im Vorderen Orient, Äthiopien und Ägypten aus. Im merowingischen Frankenreich ist die Georgsverehrung schon im 6. Jahrhundert bezeugt, die größte Popularität wurde Georg jedoch im Hochmittelalter zuteil. Im Zeitalter der Kreuzzüge und des Rittertums verbreitete sich der Kult um den orientalischen Märtyrer zusehends. Georg wurde zum Schlachtenhelfer bei der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzfahrer (15. Juli 1099), wurde als Miles christianus, als „Soldat Christi“ zur Identifikationsfigur der Ritter und Krieger, zum Heiligen von Ritterorden wie dem gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstandenen Deutschen Orden oder den Templern. “ (Zitat: Wikipedia)

 

Ansicht der Apsis aus Süd-Ost

Blick in die Chorapsis

Grabstein eines Templers?

Solche Kreuze sind auch in gewöhnlichen katholischen Kirchen häufig signalisieren den Besuch eines hohen kirchlichen Würdenträgers in einer Kirche. Es handelt sich wohl nicht um ein Templerkreuz. Auch der Papst trägt häufig dieses Kreuz auf seinen Gewändern.

Katzenkopf auf einem Säulenkapitel

Ein Blick auf das Navi verriet uns, dass wir von hier bis Frankfurt 800 Km zu fahren hätten. Einen weiteren Abstecher wollten wir nicht mehr machen. Also brachen wir die Reise hier ab und kehrten zurück.

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